Tipps für Geschäftswachstum

Wer trifft Entscheidungen: Der entscheidende Faktor, der ein Projekt retten oder zerstören kann

Wenn alle entscheiden — entscheidet niemand. Erfahren Sie, wie Sie einen klaren Kommunikationsfluss etablieren und jedes Projekt ohne Stress und doppelte E-Mails beschleunigen.

Veröffentlicht: 4.11.2025 5 Min. Lesezeit Radosav Leovac

Entscheidungsfindung im Projekt ist ein Prozess, bei dem eine klar bestimmte Person das Mandat hat, wichtige Schritte zu genehmigen, wodurch Verwirrung, Verzögerungen und doppelte Kommunikation vermieden werden.

Wenn alle entscheiden — entscheidet niemand. Erfahren Sie, wie Sie einen klaren Kommunikationsfluss etablieren und jedes Projekt ohne Stress und doppelte E-Mails beschleunigen.

Zusammenfassung:

  • Jedes Projekt muss eine Person haben, die finale Entscheidungen trifft
  • Ein unklarer Entscheidungsfluss führt zu Verzögerungen, doppelten E-Mails und Frustration
  • Kunden sollten festlegen, wer das Genehmigungsmandat hat, und Auftragnehmer sollten dies zu Beginn bestätigen
  • Dokumentierte Kommunikation reduziert das Risiko von Missverständnissen
  • Klar definierte Rollen beschleunigen das Projekt und bauen Vertrauen zwischen den Parteien auf

Wenn alle entscheiden — entscheidet eigentlich niemand

Dieser Text ist Teil der Serie "FIT-Analyse in 10 Schritten", die sowohl Unternehmern als auch Kunden hilft, besser zu verstehen, wie gesunde Geschäftsbeziehungen entstehen. Das Ziel ist nicht, jemanden anzuprangern — sondern zu zeigen, wie klare Kommunikation, realistische Erwartungen und die Einhaltung von Prozessen beiderseitigen Erfolg bringen.

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Was bedeutet "wer trifft Entscheidungen"

Die größte Quelle von Missverständnissen in jedem Geschäft ist nicht der Preis, sondern — unklar, wer entscheidet. Wenn jede Entscheidung durch einen "Familienrat", eine Arbeitsgruppe oder einen Gruppenchat mit fünf Personen gehen muss — bereiten Sie sich auf endlose Runden von E-Mails vor.

Für Kunden:

Eine definierte entscheidungsbefugte Person zu haben bedeutet nicht, das Team zu ignorieren — es bedeutet, die Zeit aller zu respektieren. Ein klarer Entscheidungsfluss beschleunigt das Projekt, reduziert Fehler und wahrt die Professionalität.

Für Auftragnehmer:

Wenn Sie nicht sicher sind, wer entscheidet, haben Sie keinen echten Ansprechpartner. Ihre Aufgabe ist es nicht, eine Gruppe zu überzeugen, sondern die Vision mit der Person abzustimmen, die das Mandat hat, "Ja" zu sagen.


Wie es aussieht, wenn es funktioniert

Kunde: "Die Hauptkontaktperson ist Milica, sie entscheidet in unserem Namen." Auftragnehmer: "Ausgezeichnet. Ich sende alle Materialien an sie, und wenn alles bereit ist, machen wir weiter."

Ergebnis: weniger Verwirrung, schnellerer Prozess, mehr Vertrauen.

Beispiel: Im Baugewerbe ist das normalerweise der Eigentümer. In einer Firma — der Geschäftsführer, Projektmanager oder Marketing-Leiter. Wenn die Kommunikation klar ist, gibt es kein "der Kollege hat gesagt, wir sollen am Montagabend alle Farben ändern".


Wie es aussieht, wenn es nicht funktioniert

  • Jede E-Mail hat drei Personen im CC und jede hat eine andere Meinung.
  • Entscheidungen gehen alle fünf Tage "zur Überprüfung" zurück — ein klassischer Engpass im Projekt.
  • Das Projekt verzögert sich, und niemand ist "schuld".
  • Es wird mehr Zeit für Diplomatie als für Arbeit aufgewendet.

Klassiker: "Wir waren uns alle einig... ausser demjenigen, der entscheidet."

Szene aus dem Leben:

Sie senden ein Design. Die Antwort kommt: "Gefällt allen, nur muss noch die Frau des Geschäftsführers gefragt werden." Drei Tage später — "Doch grün. Sie mag die Natur."

Und noch besser: "Wir haben alles vereinbart, aber lassen Sie uns noch die Meinung des Kollegen hören, der im Urlaub ist."

Goldene Regel: Wenn eine dritte Person im CC auftaucht, ist es Zeit, eine Excel-Tabelle zu öffnen und mit der Überlebensstatistik des Projekts zu beginnen.


Wie man einen gesunden Rahmen schafft

Für Kunden:

  • Bestimmen Sie eine Person, die das Mandat hat, zu genehmigen und zu unterschreiben.
  • Alle Team-Inputs sollten über sie laufen — das reduziert Rauschen und beschleunigt den Projektablauf.
  • Halten Sie vereinbarte Fristen ein und vermeiden Sie "Last-Minute-Änderungen".

Für Auftragnehmer:

  • Fragen Sie zu Projektbeginn klar: "Wer genehmigt die finale Version?"
  • Kommunizieren Sie alle Änderungen dokumentiert (E-Mail oder CRM).
  • Wenn mehrere Stakeholder beteiligt sind, führen Sie Protokolle und bestätigen Sie Entscheidungen schriftlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum ist es wichtig, eine Person zu haben, die im Projekt Entscheidungen trifft?

Wenn es eine klar definierte Person für die Entscheidungsfindung gibt, bewegt sich das Projekt schneller, da nicht auf den Konsens mehrerer Parteien gewartet werden muss. Das reduziert unnötige E-Mails, eliminiert doppeltes Feedback und stellt sicher, dass vereinbarte Fristen eingehalten werden.

Was, wenn der Kunde ein Team hat und alle an Entscheidungen teilnehmen möchten?

Das Team kann Inputs und Meinungen beisteuern, aber es ist entscheidend, dass eine Person für die finale Genehmigung zuständig ist. Alle Vorschläge sollten über diese Person laufen, die sie filtert und die endgültige Entscheidung trifft. So wird der Beitrag des Teams respektiert, aber Chaos vermieden.

Wie definiert man zu Projektbeginn, wer Entscheidungen trifft?

Der beste Ansatz ist, dass der Auftragnehmer beim ersten Meeting direkt fragt: "Wer genehmigt die finale Version?" Das sollte im Vertrag oder im initialen Briefing dokumentiert werden. Klarheit am Anfang verhindert Probleme während der Umsetzung.

Was tun, wenn eine neue Person auftaucht, die Vereinbartes ändern möchte?

In diesem Fall sollte man sich auf die vorherige Vereinbarung berufen und die neue Person an den definierten Entscheidungsträger verweisen. Wenn sich Anforderungen außerhalb des vereinbarten Rahmens ändern, sollte das als zusätzliche Anforderung mit neuem Termin und eventuellen Kosten behandelt werden.

Kann das Fehlen einer klaren Entscheidungsfindung ein Projekt völlig zerstören?

Absolut. Ein unklarer Entscheidungsfluss ist einer der häufigsten Gründe, warum Projekte sich verzögern, das Budget überschreiten oder vollständig eingestellt werden. Wenn niemand die Verantwortung für Entscheidungen übernimmt, gerät das Projekt in einen Zyklus endloser Revisionen.

Wie sollte ein Auftragnehmer reagieren, wenn der Kunde ständig die Kontaktperson wechselt?

Der Auftragnehmer sollte jede Änderung dokumentieren und eine schriftliche Bestätigung von der neuen Kontaktperson anfordern. Es ist auch nützlich, eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Entscheidungen zu erstellen und zu bestätigen, dass sie weiterhin gelten. Wenn die Person zu häufig wechselt, ist das ein Signal für ein ernsthaftes Gespräch über die Projektorganisation.


Fazit

Ein gutes Projekt hängt nicht von der Anzahl der Personen im Team ab — sondern von der Klarheit der Entscheidungsfindung. Wenn Sie wissen, wer das letzte Wort hat, läuft alles schneller, ohne Groll und mit mehr professionellem Respekt.

Teil der Serie "FIT-Analyse in 10 Schritten". Vorheriger Artikel: Hat der Kunde klare Ziele? Nächster Artikel: Respektiert er Ihren Prozess und Ihre Expertise?

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